Schnell ist das Spülen von gestern mit dem Zähneputzen zusammen erledigt und Nicole macht ein leckeres Frühstück.
Dann heißt es Leinen los und wir tuckern gemütlich durch die Marina in Medemblik. Außer uns ist noch niemand wach. Beim Auslaufen setzen wir die Segel und fahren in der Kombination Segel sowie Motor Kurs Den Oever, zur Schleuse.
Ich genieße meinen ersten Kaffee auf dem leeren IJsselmeer, das recht still ist. Nicole legt sich noch etwas in die Koje und holt ein wenig Schlaf nach. Wir kommen entspannt zur Schleuse und beim Einlaufen geht die Ampel auf Grün, so dass wir im Flug das Großsegel bergen und die Fender ausbringen. So prompt sind wir noch nie bedient worden. Und dazu noch ganz alleine in der Schleuse.
Im Vorhafen von Den Oever setzen wir die Segel und es geht gemächlich mit schiebendem Tidenstrom Kurs Texel.
Es ist einfach nur still auf dem Wasser. An der ersten Sandbank, die bei Niedrigwasser frei liegt, liegt eine Robbe sehr nah am Fahrwasser. Zum einen beobachtet sie uns und zum anderem streckt sie sich einmal im Bogen, was auf die Entfernung wie ein Croissant ausschaut. Die Tiere sind einfach schön.
Nach einiger Zeit nehmen wir wieder die Maschine dazu, denn wir kommen unter Segel kaum noch voran.
Als ich an der Ecke abbiege und Kurs Oudeschild auf Texel nehme fängt der Strom heftig an zu schieben. Ich muss deutlich vorhalten, um geradeaus zu fahren, was aussieht, als steuere ich das Boot ganz wo anders hin. Die Marina auf Texel hat sich gegenüber dem Pfingstwochenende deutlich geleert und bekommen entspannt eine Box.
Zum Abendessen gab es leckere Nudeln mit vegetarischer Wurst und Mushy Peas im Cockpit zum Abendessen. Lecker.
Nun klingt der Abend mit einem Glas Wein und ein paar Runden Mau-Mau gemütlich aus.



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