Im IJsselmeer reffen wir das Großsegel aus und segeln erst mal gemütlich entlang der Küste in Richtung Südost. Der Wind schläft leider immer weiter ein und von den angesagten guten Winden ist nichts zu sehen.
So starten wir den Dieselmotor der Balena und tuckern weiter unseren Kurs heimwärts. Mal unterstützt durch die Segel, mal ganz eingepackt, da die Segel eher stören. Der Himmel ist mal blau, mal wolkenverhangen und auch mal sehr dunkel. Die Wolken ziehen nördlich an uns vorbei. Es schaut auf die Entfernung schon nach einer Gewitterwolke aus und die braucht man auf dem Wasser nicht. Nach einiger Zeit türmen sich südlich von uns dunkle Wolken auf. Das Poltern und Rollen der Donner in den Wolken ist das erste Zeichen auf die Gewitterlage. Dann zucken in der Ferne auch hier und dort Blitze. Dann frischt der Wind auch deutlich auf, worüber ich froh bin, denn wir haben es nicht mehr so weit zu unserem Hafen, aber doch noch ein gutes Stück. Die erste dunkle Wolke zieht mit weitem Abstand hinter uns durch. Aber auf dem Marker Meer ist auch immer wieder mal ein Blitz am Himmel zu sehen. Fast haben wir die Ecke des Deiches erreicht, hinter der auf der anderen Uferseite unser Hafen liegt, da rollt von hinten die Regenwalze an. Nicole geht unter Deck in Deckung und wir machen die Luken dicht, dann bin ich auch schon von oben bin unten nass. Und gefühlt ist der Regen auch schon durch und die Ecke ist erreicht. Zwei Frachter sputen sich, um zur Schleuse am Deich zu kommen und passieren uns. Ich rolle die Fock ein und steuere die Hafeneinfaht an und es geht noch eine Regenwalze über uns nieder. Der kleine Wal ist fast sauber gespült, so platscht der Regen herab. Ich spute mich in den Hafen zu kommen, denn hier, bei den vielen deutlich höheren Masten, fühle ich mich sicherer, das ein Blitz, wenn überhaupt, in einen der höheren Masten einschlägt. Schnell sind die Leinen klar gemacht und wir legen ganz entspannt an, vertäuen die Balena gut und gehen erst einmal unter Deck. 43 spannende Seemeilen liegen hinter uns.
Für den Abend gönnen wir uns leckeres Essen vom Inder und einen gemütlichen Abend unter Deck, denn es hat ordentlich abgekühlt. Es liegt eine schöne entspannte Woche hinter uns.







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